Ausbleiben der Periode

Der Menstruationszyklus kann durch physische als auch nicht-physische Ursachen unterbrochen werden. Das Ausbleiben der Periode ist eine der häufigsten Störungen des Menstruationszyklus. Eine alternative Bezeichnung für das Ausbleiben der Periode ist Amenorrhoe, was auch der gebräuchlichste, medizinische Terminus für dieses Phänomen ist.
Auch wenn Ihre Periode nicht auftritt, wenn sie zu erwarten ist, gibt es keinen Grund zur Panik. Es muss nicht bedeuten, dass Sie schwanger sind oder es ein Symptom für eine Krankheit ist. Es ist nicht notwendigerweise ein Grund zur Annahme einer ernsthaften Erkrankung, wenn Ihre Periode einmal oder mehrmals hintereinander ausbleibt.
Wenn Ihre Periode ein- oder zweimal nicht zum erwarteten Termin auftritt, sollten Sie einen Schwangerschaftstest machen. Sobald eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist, bleiben noch eine ganze Reihe an Gründen für das Ausbleiben der Periode.

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Warum kann es passieren?
Perioden können aus verschiedenen Gründen ausbleiben. Diese Gründe können physischer Natur sein, aufgrund von Krankheiten und nicht-physischer Natur wie zum Beispiel psychologischer Ursachen. Der häufigste Grund für eine ausbleibende Periode ist allerdings Schwangerschaft. Umgekehrt ist es jedoch nicht möglich, schwanger trotz Periode zu sein.
Physische Bedingungen, die den Körper unter großen Stress setzen und belasten, können dazu führen, dass eine Monatsblutung ausbleibt. Dies passiert üblicherweise, wenn Stress und Belastung den Körper dazu bringen, sich auf das Überleben zu konzentrieren und nicht benötigte Fertigkeiten wie Fortpflanzung abzuschalten. Einige Gründe für solch schweren Stress und Belastungen sind:

  • Extremer Gewichtsverlust
  • Mangelernährung
  • Fettleibigkeit (Adipositas) oder Gewichtsverlust
  • Magersucht (Anorexia Nervosa) und andere Esstörungen
  • Hartes Training
  • Drogenmissbrauch
  • Hormonstörungen

Krankheiten und schlechte Verfassungen können für das Ausbleiben der Monatsblutung verantwortlich sein. Das ist allerdings sehr selten und tritt meistens nur in Verbindung mit anderen Symptomen auf. Beispiele für gynäkologische Krankheiten, die ein Ausbleiben der Periode verursachen können sind:

  • Endometriose
  • Myom
  • Polyzystisches Ovarsyndrom (PCO)

Dazu kommen nicht-physische Faktoren, die in den Menstruationszyklus eingreifen können. Psychische Probleme wie Unwohlsein, Depression, extremer Stress oder Angstgefühle können körperliche Reaktionen auslösen, aufgrund derer der weibliche Körper die Periode ausbleiben lässt. Üblicherweise wird der Körper die Menstruation dann stattfinden lassen, wenn sie das nächste Mal zu erwarten ist. Manche Frauen erleben bis zu drei verpasste Monatsblutungen auf Grund von nicht-physischen Faktoren. Sollten Sie mehr als drei Perioden verpasst haben, sollten Sie ärztlichen Rat suchen.
Weiterhin können Kontrazeptiva und HRT (Hormone Replacement Therapy) die Menstruation beeinflussen. Ein weit verbreitetes Beispiel dafür sind Frauen, die kürzlich eine Behandlung mit hormonellen Kontrazeptiva angefangen oder beendet haben. Obwohl es selten ist, können auch ein Wechsel in der Ernährung oder der Wechsel von Lebensgewohnheiten Auswirkungen auf die Regelmäßigkeit des Menstruationszyklus haben.

Wann sollten Sie Hilfe suchen?
Der Zeitpunkt, sich an einen Arzt oder eine Ärztin zu wenden hängt von vielen Faktoren ab. Generell ist es ratsam, sich an einen Arzt zu wenden, wenn die Periode für über sechs Monate ausbleibt und eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist. Wenn Sie nach zwei oder mehr ausgebliebenen Monatsblutungen besorgt sind, sollte herausgefunden werden, woran es liegen könnte. Sollten sich zu der fehlenden Periode noch andere Symptome zeigen, sind dies Anzeichen, sich zügig an eine medizinische Beratungsstelle zu wenden.